Kinder wachsen unterschiedlich. Die Einen schneller, die Anderen langsamer. Die Wachstumsgeschwindigkeit hängt von mehreren Faktoren ab: Ernährung, Umwelteinflüsse, aber auch die genetische Veranlagung bestimmen, wie groß Ihr Kind wird und ob es dabei schneller oder langsamer wächst.

Eine besonders wichtige Rolle hierbei spielt das menschliche Wachstumshormon. Es gibt aber auch Erkrankungen, die einen Einfluss auf das Größenwachstum von Kindern haben. Wenn der Körper zu wenig Wachstumshormon produziert, erhalten die Zellen keinen ausreichenden Wachstumsimpuls - das Kind kann sein volles Wachstumspotenzial nicht ausschöpfen.

Klein oder zu klein?

Einen ersten Hinweis darauf, ob ein Kind für sein Alter zu klein ist, ergeben sich häufig aus Messungen beim Kinderarzt. Weitere Informationen finden Sie auch unter https://www.wachstum.de/ist-mein-kind-zu-klein.

Mit dem Perzentil-Rechner können Sie einen Wachstums-Check Ihres Kindes mit nur wenigen Angaben durchführen und erfahren, ob Ihr Kind per Definition „Normalgroß“ oder potentiell zu klein für sein Alter ist.

Selbst wenn Ihr Kind zu den kleinsten drei Prozent seines Alters gehört („3-Prozent-Perzentil“), ist es nach wie vor möglich, dass es völlig gesund ist. Ob eine Therapie sinnvoll ist oder ob das Wachstum nur etwas verzögert verläuft, sollte stets ein Facharzt beurteilen. Falls Sie unsicher sind, kann es sinnvoll sein, sich mit Hilfe eines Facharztes Gewissheit zu verschaffen. Sollte tatsächlich etwas nicht stimmen, geht somit keine wertvolle Therapiezeit verloren.

 

Wenn ein Kind zu klein ist, kann dies verschiedene Ursachen haben.

Manche Kinder sind „Spätentwickler" oder anders formuliert: Sie zeigen ein Aufholwachstum und wachsen etwas später, dafür aber in größeren Sprüngen als ihre gleichaltrigen Freunde. Das heißt, die Wachstumsphasen setzen bei ihnen später ein, sie erreichen aber eine normale „Endgröße". Manchmal ist dies jedoch nicht der Fall. Ein pädiatrischer Endokrinologe kann in diesen Fällen eine Diagnose stellen. Sollte eine Wachstumsstörung diagnostiziert werden, welche vom Arzt als behandlungsbedürftig eingestuft wird, können therapeutische Maßnahmen eingeleitet werden. Eine Ursache für kindlichen Kleinwuchs kann ein Wachstumshormonmangel sein. In diesem Fall produziert der Körper zu wenig oder kein Wachstumshormon, bzw. die Zellen reagieren nicht ausreichend auf das vorhandene Wachstumshormon. 

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Wer weiß weiter?

Erste Anlaufstelle ist Ihr Kinderarzt. Er wird Ihr Kind untersuchen, Hintergründe abfragen und eine erste Diagnose erstellen. Falls Sie keinen Kinderarzt haben sollten, finden Sie hier eine Liste von Kinderärzten in Ihrer Nähe.

Wenn der Verdacht auf eine hormonell bedingte Wachstumsstörung vorliegt, wird der Kinderarzt einen Experten, in der Regel einen pädiatrischen Endokrinologen, hinzuziehen. Der Endokrinologe kann dann feststellen, ob ein Mangel an Wachstumshormon vorliegt. Bei einer entsprechenden Diagnose kann eine Behandlung mit Wachstumshormon vom Arzt angeordnet werden.

Hormone - was machen sie und woher kommen sie?

Hormone sind Botenstoffe. Sie werden von bestimmten Drüsen im Körper produziert. z.B. von der Schilddrüse, der Bauchspeicheldrüse oder im Falle des Wachstumshormons von der Hirnanhangdrüse (Hypophyse). Vereinfacht ausgedrückt: Das Wachstumshormon löst in den Zellen einen komplizierten Prozess aus, an dessen Ende die Produktion von Proteinen steht. Zellen teilen sich. Der Körper wächst.

 

Was passiert bei einer Behandlung mit Wachstumshormon

Eine Therapie mit Wachstumshormon dauert in der Regel mehrere Jahre an. Dabei wird dem Körper künstlich (rekombinant) hergestelltes menschliches Wachstumshormon von außen zugeführt. Dieses ersetzt das Wachstumshormon, das eigentlich vom Körper selbst hergestellt wird, weshalb man von einer Substitutionstherapie spricht. Ein Facharzt kalkuliert die Menge, die das Kind benötigt, sodass der Wachstumsprozess angeregt wird. Wachstumshormon kann nicht in Form von Tabletten eingenommen werden, sondern wird in das Unterhautfettgewebe injiziert. Hierzu können Injektionsstifte, sogenannte „Pens", oder spezielle Mini-Spritzen verwendet werden.

In der Regel wird das Wachstumshormon vor dem zu Bett gehen gegeben, da dies die natürliche Wachstumshormonausschüttung am ehesten simuliert.

Therapietreue als Schlüssel

Der Erfolg der Behandlung hängt stark davon ab, ob sie konsequent und akkurat durchgeführt wird, das heißt von der regelmäßigen Gabe des Wachstumshormons. Hierbei spricht man von der sogenannten Adhärenz oder auch von Therapietreue. Da die Therapie in der Regel mehrere Jahre andauert, gehört etwas Übung und viel Durchhaltevermögen dazu, die Behandlung Tag für Tag konsequent durchzuführen.

Pfizer hat aus diesem Grund die kostenlose App „GroAssist" entwickelt. GroAssist unterstützt Eltern, Kinder und Ärzte bei der Behandlung. Die Nutzung der App ist unkompliziert und erfordert nicht viel Zeit - innerhalb von wenigen Sekunden pro Tag kann die Behandlung von Kindern, die mit Wachstumshormon behandelt werden, unterstützt werden. Die App ist so entwickelt, dass mehrere Nutzer ihre Benutzerkontos miteinander verbinden können, um ein Kind zu unterstützen.

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